25. November 2014

Versorgungslage und Nutzung der Bremer Bäder

Im Zuge des entstandenen Sanierungstaus an den Bremer Bädern, plant der Senat das Sportbad Uni, ein Hallenbad mit zehn 50- Meter-Bahnen, mittelfristig zu schließen und eine Kompensation dieser 50-Meter-Bahnen durch einen Neubau des Westbades in Walle oder des Horner Bades zu erreichen.

Beide Varianten sehen aber eine Verkleinerung, sowohl der Freibadflächen, als auch der Hallenbadflächen vor. Variante 1 (Ausbau des Horner Bad) sähe eine Verminderung der Freibadfläche in Höhe von 829m² und eine Verminderung der Hallenbadfläche in Höhe von 583m² vor. Bei Variante 2 (Ausbau des Westbads) würde sich die Freibadfläche um 357m² und die Hallenbadfläche um 1.049m² verringern.

Die Besucherinnen und Besucher der Bremer Bäder nutzen die Wasserflächen für verschiedene Zwecke. Um diese breite Nutzung gewährleisten zu können, müssen genügend Wasserflächen zur Verfügung gestellt werden.

Wir fragen den Senat:

1.    Wie viele Besucherinnen und Besucher nahmen in den letzten 10 Jahren die Angebote der Standorte der Bremer Bäder jährlich in Anspruch (bitte nach Jahren und getrennt nach einzelnen Bädern auflisten)?­­  Welche Anteile machten dabei der Vereinsport, der Schulsport und Kursangebote im Gesundheitsbereich aus?

2.    Wie viele Besucherinnen und Besucher nahmen in den letzten 10 Jahren die Freibäder der Kommune Bremen in Anspruch (bitte getrennt nach Bädern, bei Kombibädern den Freibadanteil, und nach Jahren angeben)?

3.    Wie groß ist der Anteil (in Prozent) der Schülerinnen und Schüler der jeweiligen dritten Schulklassen, die  in den letzten 10 Jahren zum Schwimmunterricht angemeldet wurden (bitte nach Jahren und Stadtteilen aufgeteilt angeben)?

4.    Wie groß ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die  in den letzten 10 Jahren  erfolgreich ein Abzeichen im Schwimmunterricht erzielten (bitte nach Jahren, nach Stadtteilen aufgeteilt und den jeweiligen Abzeichen angeben)?

5.    Wie groß ist der Versorgungsgrad der Einwohner mit Hallenbadwasserfläche in der Kommune Bremen je 1.000 Einwohnerin und Einwohner? Wie stellt sich dieser Versorgungsgrad im Vergleich zu anderen Großstädten dar?

6.    Wie groß ist der Bedarf der Sportvereine an Flächen und Zeiten im Verhältnis zu den allgemeinen Öffnungszeiten der Bäder in der Kommune Bremen?

7.    Wie gestaltete sich die Nutzung des West- und des Unibads durch Vereine, Schulklassen und Kurse hinsichtlich der von ihnen belegten Hallenflächen und Hallenzeiten im letzten Jahr? Welche Flächen und Zeiten in den beiden Bädern stehen der allgemeinen Öffentlichkeit aktuell zur Verfügung?

8.    Hat der Senat Kenntnis über die zeitliche und verkehrliche Erreichbarkeit der verschiedenen Bäder? Innerhalb wie vieler Minuten können die Einwohnerinnen und Einwohner der jeweiligen Stadtteile das nächstgelegene Hallenbad und das nächstgelegene Freibad erreichen (Kombibäder gelten für beides)?

9.    Wie hat sich der Energiekostenanteil an den Gesamtkosten der Bremer Bäder GmbH in den letzten 10 Jahren entwickelt (bitte nach Jahren in absoluten Zahlen  und in Prozentzahlen angeben)?

10. Wie teilt sich die Finanzierung der Bremer Bäder GmbH zwischen den Einnahmen durch steuerliche Subventionierung, der Einnahmen durch Ticketerlöse und sonstiger Einnahmen in den letzten 10 Jahren auf (bitte nach Jahren angeben)?

11. Wie viele Besucherinnen und Besucher nahmen das, durch die Bremer Bäder GmbH bereitgestellte Sozialticket in den zwei Halbjahren 2013 und dem ersten Halbjahr 2014 in Anspruch? Gab es in diesem Zeitraum für die Nutzerinnen und Nutzer eine Kostensteigerung des Sozialtickets und wenn ja, in welcher Höhe?

Cindi Tuncel, Kristina Vogt und Fraktion DIE LINKE.